Stationen des Philharmonischen Chores
Esslingen
aktualisiert
am 10. Oktober 2006
Ralf
Benatzky
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Esslinger Zeitung vom 3. Mai 2005
Ansteckende
Begeisterung in der Gartenwirtschaft
ESSLINGEN: Gelungene Im Weißen Rössl-Aufführung - Farbenprächtige
Operette mit dem Philharmonischen Chor Von Peter Eltermann Vereinzelt sitzen Gäste an den Bierbänken. Die
Gartenwirtschaft „Zum weißen Rössel“ hat geöffnet. In einer launigen Ansprache
gibt die Dirigentin des Philharmonischen Chores Esslingen, Sabine
Eberspächer, eine kurze Einführung in das Programm und macht die
Konzertbesucher im evangelischen Gemeindehaus am Blarerplatz mit den
örtlichen Gegebenheiten vertraut. Die von Winfried Schenke aufwändig
gestaltete Bühnendekoration lässt die Erwartungen in dem vollbesetzten Saal
steigen, welche der Chor und seine Gastsolisten dann auch keinesfalls enttäuschen. Eines Kunstgriffs
bedient
Der Philharmonische Chor Esslingen gestaltete die Operette „Im
Weißen Rössl“ als Singspiel. Der österreichische Komponist Ralf Benatzky hat
sie Anfang des letzten Jahrhunderts geschrieben und sie zählt mit ihren
unzähligen zu Evergreens avancierten Melodien sicherlich zu den beliebtesten
Werken ihres Genres. Der Pianist Dieter Aisenbrey bediente sich allerdings
eines Kunstgriffs, um das Rössl für den Philharmonischen Chor aufführenswert
zu machen. Im Original singt der Chor nur sehr wenig. Die meisten Parts
werden von Solisten bestritten. Deshalb habe ich extra für diese Aufführung
in Anlehnung an Benatzkys Original Chorarrangements geschrieben, erläutert
der Musiker. Und die sind ihm so gut gelungen, dass sie sich nahtlos in das
Gesamtbild einfügen. Der Chor, der sonst im Allgemeinen mit seinem Repertoire eher
im klassischen Bereich angesiedelt ist, singt diese Operette mit so viel
Freude und ansteckender Begeisterung, dass der Funke zum Publikum schnell
überspringt. Dabei bleiben die Sängerinnen und Sänger aber immer
konzentriert, singen mit sauberer Intonation und klarer Dynamik. Wenn man die
Qualität des Chores kennt, überrascht es wenig, dass eine ganze Reihe
bemerkenswerter Sänger solistische Rollen übernommen haben. So begeistern
Cornelia Müller als Ottilie, Edeltraut Mühlek als Klärchen, Roland Bernhardt
als Dr. Siedler, Jürgen Hammermann als Wilhelm Gieseke, Edgar Widder als
Sigismund Sülzheimer und Claus Wild als Kaiser Franz Joseph. Daneben traten
noch Richard Serve als Dirigent und Winfried Schenke als Reiseführer und
Postbote auf. Mitreißende
Gastsolisten
Die
beiden mitreißenden Gastsolisten Eva Schramm, die die Wirtin gab, und Peter
Förschler als Zahlkellner Leopold trugen den Hauptpart an solistischer
Arbeit. Man kann Dieter Aisenbrey und Sabine Eberspächer, die die Gesamtleitung
über den Abend hatte, zu dieser gelungenen Aufführung nur gratulieren und
hoffen, dass sie eine Fortsetzung erfahren wird. |
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