Stationen des Philharmonischen Chores
Esslingen
aktualisiert
am 8. August 2006
Edvard
Grieg
Norwegische Tänze
Johannes
Brahms
Liebesliederwalzer
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Eßlinger
Zeitung vom 25. Juni 2002 Nur die Liebe zählt
Von Brigitte
Gerstenberger
Esslingen – Der
Philharmonische Chor Esslingen präsentierte sich unter der Leitung von Sabine
Eberspächer mit hellen und strahlenden Stimmen und blühenden Melos in der
nicht ganz vollbesetzten Stadthalle. Mit einem intonationssicher und wohlproportionierten
Stimmenanteil sang sich der gemischte Chor durch Johannes Brahms
„Liebesliederwalzer“. Erfrischend die gesangliche Leichtigkeit. Im Anschluss an den „Liebesliederwalzer“ folgten Edvard Griegs
„Norwegische Tänze“ für Klavier zu vier Händen, virtuos gespielt von Sabine
Eberspächer und Dieter Aisenbrey. Zwei Pianisten, die sich durch ihre
intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland zu einem musikalischen Team der
Extraklasse entwickelten. Nach der Pause wurden die neuen Kompositionen des
„Liebesliederwalzers“ op. 65 von
Brahms in klanglicher Geschlossenheit klar dargestellt. Das dynamische Auf-
und Abschwellen des Chores wurde wohl akzentuiert dargeboten. In den
einzelnen Passagen, die von den Erfahrungen liebender Menschen in verschiedenen
Lebensabschnitten erzählen, ist die uralte, immer wieder aufs Neue erzählte
Geschichte der Nähe von Liebe und Leid. Kompositionen unter der thematischen
Leitlinie „Liebe“ bildeten die Klammer für diese musikalische Matinee. Zu guter Letzt ein anderer Klassiker: Goethe. „Nun, ihr Musen,
genug! Vergebens strebt ihr zu schildern, wie sich Jammer und Glück wechseln
in liebender Brust. Heilen könnet ihr die Wunden nicht, die Amor geschlagen;
aber Linderung kommt einzig, ihr Guten, von euch.“ Hier kam die lebendige
Gestaltungsweise seitens der Dirigentin wie des Chores nochmals besonders
schön zur Geltung. Nur die Liebe zählt: in diesem Fall die Liebe zur Musik.
Herzlicher Dankapplaus des Publikums war eine wohltuende Bestätigung für ein
gelungenes Sonntagskonzert. |
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