Stationen des Philharmonischen Chores Esslingen

aktualisiert am 11. Dezember 2007

 

Ottorino Respighi

Lauda per la natività del Signore

Camille Saint Saëns

Oratorio de Noël

 

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Esslinger Zeitung vom 11. Dezember 2007

Musikalische Sternstunde

ESSLINGEN: Philharmonischer Chor mit hochklassigen Solisten in der Frauenkirche

Andere Komponisten haben auch stimmungsvolle Musik zum Christfest geschrieben. Es muss also nicht immer Johann Sebastian Bach sein. Da ist beispielsweise das Werk des italienischen Komponisten Ottorino Respighi (1879-1936) „Lauda per la natività del Signore“ oder das Weihnachtsoratorium des Franzosen Camille Saint-Saëns (1835-1921) zu nennen, das den Sängerinnen und Sängern des Philharmonischen Chors Esslingen unter der Leitung von Sabine Eberspächer ein hohes Maß an Konzentration abverlangte. Respighis Komposition, die er nur mit Holzbläsern instrumentierte, durchzieht ein Klangteppich schönster Harmonien. Zu Beginn spielt die Oboe die Melodie, schwungvoll und ruhig zugleich - als ob sich eine Wiege bewegen würde, in der der neugeborene Heiland schläft. Dieses Thema wird vom Holzbläserensemble Mirjam Budday übernommen, sanft unterstützt von Jannik Trömel und Dieter Aisenbrey am Klavier, bis schließlich hoch darüber die Sopranistin Petra Labitzke L' Angelo (der Engel) zu singen beginnt. Mit betörender Ausdruckskraft entwickelt Labitzke einen brillanten Ton, der hell und klar erstrahlt. Durchweg hochklassig auch die weiteren Solisten Margret Hauser, Mezzo-Sopran (Maria), und Tenor Rüdiger Knöß. Im Mittelteil seiner Komposition hat der Spätromantiker Respighi besonders schwierige Harmonien zu Papier gebracht. Ergreifend und wunderschön vorgetragen wurden diese von den Männerstimmen im Chor und vom Solisten Rüdiger Knöß.

Keine Effekthascherei

Zu allen Zeiten hat Weihnachten als Fest des Jubels über die Geburt Christi die Komponisten angeregt. Das „Oratorio de Noël“ wurde von Camille Saint-Saëns für den Weihnachtsgottesdienst in der Madeleine-Kirche in Paris geschrieben. Das zehnsätzige Werk wartet mit einer ungewöhnlichen Besetzung auf. Zu den Solistenstimmen kamen Hilde Beck, Sopran, und Claus Wild, Bass, hinzu. Und zu den Streichern des Ensemble d' Archi gesellten sich Dieter Aisenbrey, Orgel, und Sabrina von Lüdinghausen, Harfe. Dirigentin Sabine Eberspächer ließ ganz im Sinne von Saint-Saëns die schönen Melodien sanft dahinfließen, hatte dieser doch bewusst auf eine effekthaschende Tonsprache verzichtet. In den weiteren musikalischen Ablauf fügte sich bestens die Fantasie op. 95 von Saint-Saëns ein. Die Harfe tritt aus ihrer Rolle als Begleitinstrument heraus und erzeugt eine besondere lyrische Stimmung. Dabei breitet Lüdinghausen fingergeschmeidig eine Fülle von Klangfarben und Melodien in variantenreichen Umspielungen vor den Zuhörern aus.

 

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