Stationen des
Philharmonischen Chores Esslingen
aktualisiert am 19. September 2007
Susanne Hinkelbein
Teilnahme Stadtoper
14./15. September 2007
Openair in Esslingen
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Der Philharmonische Chor Esslingen als Mitwirkender bei der Stadtoper
Esslingen 2007 „Die Esslinger Kanäle, Straßen und Plätze werden
für kurze Zeit zu einer Opernbühne. Das Publikum erwandert sich von Station
zu Station seine eigene Oper. Schlendert vorbei an einem singenden Steinmetz
aus einer fernen Zeit. Hört dem Dialog in einem Boot zu, das nicht vom Fleck
kommt. Begleitet eine Reisegruppe bei ihren Versuchen, in die Ferne zu
schweifen. Belauscht zwei Kanalwerker bei ihrer Arbeit. Zwölf Geschichten
spannen ein Netz über die Stadt, das sich wie ein akustischer Stadtplan
entfaltet. Die Stadtoper befragt das Zusammenleben, erzählt von
Einzelschicksalen und schafft ein Hör und Wahrnehmungserlebnis. Musik und
Spiel verbinden sich zu einer musikalischen Stadtinstallation. Die
Komponistin Susanne Hinkelbein verbindet dabei viele Stile und wird zu einer
Forscherin, die Geschichten einer Stadt in Klang umsetzt. Gesungen und
gespielt wird die Stadtoper von Chören, Solisten und Schauspielern,
Musikvereinen und Musikgruppen aus Esslingen.“ So wurde die Veranstaltung im
Stadtprospekt angekündigt. Einer von diesen Chören war der Philharmonische
Chor Esslingen. Etwa 50 Sängerinnen und Sänger hatten sich in Reisende
verwandelt, die spekulierten, welches Reiseziel ihr nächstes sein sollte. Von
der Golden Gate Bridge, San Francisco, über die Tower Bridge, London, der
Rialto Brücke in Venedig, der Müngstener Eisenbahn-Brücke, der
Rion-Antirionbrücke über den Golf von Korinth, dem Pont du Gard bei Nimes,
der Engelsbrücke in Rom gelangten - oder besser „sangen“- sie schließlich zum Haus Kesselwasen
16/2-Brückle in Esslingen. Denn alle anderen Ziele davor waren entweder zu
teuer, zu kurz, zu anstrengend im Bus, zu langweilig, zu heiß oder zu alt. So
entschlossen sie sich, zu Hause zu bleiben, denn das kostet sie nichts. „Mir
bleibat dahoim“ riefen sie im Chor dem lachenden Publikum zu. Unter Leitung
ihrer Dirigentin Sabine Eberspächer und der Begleitung von Jannik Trömel am
E-Piano sangen die Sänger und Sängerinnen an zwei Abenden je acht Mal ihren
Part der Stadtoper. Das nach jeder Aufführung wechselnde Publikum spendete
jedes Mal reichlich Applaus für die Akteure, um anschließend zur nächsten
Darbietung zu wechseln. Pünktlich nach sechs Kanonenschlägen begann an jedem
Abend das Spektakel und endete auch so, „ganz pünktlich“, wie die Regisseurin
bemerkte. Den Abschluss bildeten Bläser auf dem Turm der Stadtkirche. Zwei
gelungene außergewöhnliche Abende. |
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