Stationen des Philharmonischen Chores Esslingen

aktualisiert am 27. Dezember 2006

Johann Sebastian Bach

Weihnachtsoratorium I und IV bis VI

 

Sonntag 17. Dezember 2006 – 17 Uhr

Frauenkirche Esslingen

Weihnacht - Teil copy

 

Johann Sebastian Bach

Weihnachtsoratorium

Teile I und IV bis IV

  Ausführende:

 

Christina Landshamer                             Sopran

Nicola Lobmüller                                       Alt

Eric Stoklosza                                        Tenor

Reinhold Schreyer                                    Bass

Süddeutsche Kammersolisten

Dieter Aisenbrey   Probenassistenz u. Orgel

Philharmonischer Chor Esslingen

  Leitung:           Sabine Eberspächer

 

Karten von 14.- - 20.- €  zuzüglich Vorverkaufsgebühr bei Esslinger Zeitung, Karten Service, Esslingen Marktplatz 6, Tel.: 93 10 230 und bei Schneiders Kartenlädle Esslingen, Strohstr. 12b, Tel.: 35 93 84, Kartenermäßigung € 2.50

Eßlinger Zeitung vom 19. Dezember 2006

 

Kunstvolles Klanggeschmeide

 

ESSLINGEN: Philharmonischer Chor brilliert mit "Weihnachtsoratorium"

 

Von Peter Eltermann

 

Es ist wohl eines der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach. Und ein Publikumsmagnet ist es allemal. Das Weihnachtsoratorium gehört für viele zur Vorweihnachtszeit wie Kerzenschein und Plätzchenduft. Die vollbesetzte Esslinger Frauenkirche bot denn auch für diesen kulturellen Leckerbissen den passenden Rahmen. Unter der Leitung von Sabine Eberspächer gestalteten der Philharmonische Chor Esslingen und das Süddeutsche Kammerorchester eine bemerkenswerte Aufführung.

 

Kraftvoll und festlich

 

Mit kraftvollen, festlichen Klängen eröffnete der Philharmonische Chor mit dem prächtigen "Jauchzet, frohlocket" den Abend. Von der Form her ist das Weihnachtsoratorium so angelegt, dass einzelne Erzählungen eines Evangelisten von betrachtenden Rezitativen, Arien und Chören umrahmt werden. Diese Struktur macht deutlich, dass dem Erzähler der Hauptpart an solistischer Leistung abverlangt wird. Mit dem Tenor Eric Stokloßa hatte Sabine Eberspächer eine gute Wahl für diese Rolle getroffen. Geschmeidig und mit der gewünschten Brillanz in allen Lagen wurde der Solist den Erwartungen des Publikums mit strahlender Eleganz gerecht.

 

Die Sopranistin Christina Landshamer und der Bass Reinhold Schreyer standen Stokloßas Leistung allerdings keineswegs nach. Trotz indisponierter Stimme präsentierte die Altistin Nicola Lobmüller beachtlich schöne Arien. Es fehlte ihr jedoch an der nötigen Kraft, um das letzte Quäntchen an Ausdruck und gesanglichem Schliff in ihren Vortrag zu legen. Bemerkenswert gut wurden die vier Solisten von den Choristen Melanie Schlierf als Echo-Sopran und Claus Wild als Herodes unterstützt.

 

Man merkte dem Chor insgesamt eine gute und disziplinierte Probenarbeit an. Sauber abgesprochene Endungen, schön modulierte, dynamische Wendungen und eine gute Textverständlichkeit überzeugten durchweg. Die Stimmgruppe der Tenöre war zahlenmäßig am schwächsten besetzt, was vor allem im sechsten Teil beim Chorsatz des "Wenn die stolzen Feinde schnauben" hörbar wurde. Insgesamt präsentierte der Philharmonische Chor Esslingen in der Frauenkirche allerdings einen bemerkenswerten Status Quo.

 

Zusätzlicher Glanz

 

Als Begleitorchester hatte man sich die Süddeutschen Kammersolisten eingeladen, von denen besonders die beiden Sologeigerinnen Nina Karmon und Constanze Schöne-Gahl sowie die Oboisten Nikola Stolz und Fabian Bolkenius hervorzuheben sind, die durch ihre brillante Klanggebung dem Abend einen zusätzlichen Glanz verliehen. Mit lang anhaltendem Applaus wurde die herausragende Leistung aller Beteiligten an diesem stimmungsvollen Abend honoriert.

 

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