Stationen des Philharmonischen Chores
Esslingen
aktualisiert
am 27. Dezember 2006
Johann
Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium
I und IV bis VI
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Eßlinger Zeitung vom 19.
Dezember 2006 Kunstvolles Klanggeschmeide
ESSLINGEN: Philharmonischer Chor brilliert
mit "Weihnachtsoratorium"
Von Peter Eltermann Es ist
wohl eines der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach. Und ein
Publikumsmagnet ist es allemal. Das Weihnachtsoratorium gehört für viele zur
Vorweihnachtszeit wie Kerzenschein und Plätzchenduft. Die vollbesetzte
Esslinger Frauenkirche bot denn auch für diesen kulturellen Leckerbissen den
passenden Rahmen. Unter der Leitung von Sabine Eberspächer gestalteten der
Philharmonische Chor Esslingen und das Süddeutsche Kammerorchester eine
bemerkenswerte Aufführung. Kraftvoll
und festlich
Mit
kraftvollen, festlichen Klängen eröffnete der Philharmonische Chor mit dem
prächtigen "Jauchzet, frohlocket" den Abend. Von der Form her ist
das Weihnachtsoratorium so angelegt, dass einzelne Erzählungen eines
Evangelisten von betrachtenden Rezitativen, Arien und Chören umrahmt werden.
Diese Struktur macht deutlich, dass dem Erzähler der Hauptpart an
solistischer Leistung abverlangt wird. Mit dem Tenor Eric Stokloßa hatte
Sabine Eberspächer eine gute Wahl für diese Rolle getroffen. Geschmeidig und
mit der gewünschten Brillanz in allen Lagen wurde der Solist den Erwartungen
des Publikums mit strahlender Eleganz gerecht. Die
Sopranistin Christina Landshamer und der Bass Reinhold Schreyer standen
Stokloßas Leistung allerdings keineswegs nach. Trotz indisponierter Stimme präsentierte
die Altistin Nicola Lobmüller beachtlich schöne Arien. Es fehlte ihr jedoch
an der nötigen Kraft, um das letzte Quäntchen an Ausdruck und gesanglichem
Schliff in ihren Vortrag zu legen. Bemerkenswert gut wurden die vier Solisten
von den Choristen Melanie Schlierf als Echo-Sopran und Claus Wild als Herodes
unterstützt. Man
merkte dem Chor insgesamt eine gute und disziplinierte Probenarbeit an.
Sauber abgesprochene Endungen, schön modulierte, dynamische Wendungen und
eine gute Textverständlichkeit überzeugten durchweg. Die Stimmgruppe der
Tenöre war zahlenmäßig am schwächsten besetzt, was vor allem im sechsten Teil
beim Chorsatz des "Wenn die stolzen Feinde schnauben" hörbar wurde.
Insgesamt präsentierte der Philharmonische Chor Esslingen in der Frauenkirche
allerdings einen bemerkenswerten Status Quo. Zusätzlicher
Glanz
Als Begleitorchester hatte man sich die Süddeutschen Kammersolisten eingeladen,
von denen besonders die beiden Sologeigerinnen Nina Karmon und Constanze
Schöne-Gahl sowie die Oboisten Nikola Stolz und Fabian Bolkenius hervorzuheben
sind, die durch ihre brillante Klanggebung dem Abend einen zusätzlichen Glanz
verliehen. Mit lang anhaltendem Applaus wurde die herausragende Leistung
aller Beteiligten an diesem stimmungsvollen Abend honoriert. |
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